Dienstag, 3. Mai 2016

Harissa - die scharfe Chilipaste

Some like it hot!






































Die scharfe Paste aus Chili und Paprika wird in nordafrikanischen Ländern traditionell zu Fleisch und Fisch gereicht oder sogar als Brotaufstrich verzehrt. Am schärfsten ist sie in Tunesien, wenn du also nicht gewohnt bist scharf zu essen, solltest du im Tunesien-Urlaub vorsichtig damit sein.
Spice up your Life
Auch vielen Gemüsegerichten kann man damit das gewisse Etwas verpassen und etwas Würze ins Leben bringen. Als Dip, als Marinade, im Dressing für Salate, in Soßen, probier es einfach aus.
Chili ist ein tolles Lebensmittel, das unseren Stoffwechsel anregt und somit ein paar Kalorien extra verbrennt. Wenn du also gerade versucht ein paar überschüssige Pfunde loszuwerden, ist das genau das Richtige für Dich.
Laut Wikipedia wird uns durch Chili ein Schweißausbruch beschert, wodurch die Haut wiederum gekühlt wird. Deshalb würde auch in wärmeren Gebieten gerne scharf gegessen. Mir persönlich wird davon eher warm, aber Wiki wird's besser wissen! Oder wie siehst du das?
Harissa kannst du in türkischen Geschäften oder gut sortierten Supermärkten kaufen.  Auch wenn das super bequem ist, solltest du dir überlegen ob du sie nicht einfach mal selbst herstellst.
Im Kühlschrank gelagert hält sie sich ca. 4 Wochen.

Denn, wie immer, wenn du keine Fertigprodukte kaufst, hast du viele Vorteile:
  • Du brauchst keine chemischen Zusätze (z.B. Konservierungsstoffe, Stabilisatoren)
  • Du kannst den Schärfegrad selbst bestimmen
  • Gewürze, die du nicht magst, lässt du einfach weg (in meinem Fall: Knoblauch)
  • Selbermachen ist günstiger
Für deine hausgemachte Harissa kannst du jede Chilisorte nehmen, die du möchtest oder gerade zur Hand hast. Einen besonders guten Geschmack erreichst du, indem du verschiedene Sorten Chili mixt. Ich habe nur die getrockneten Chilis Birds-Eyes (im Bild sind das die kleinen roten) verwendet. Da diese zu den schärfsten Chilis der Welt gehören, habe ich  mich nicht getraut, noch weitere Sorten zusätzlich zu verwenden. Es funktioniert auch genauso gut mit Chiliflocken oder frischen Chilis. Eingelegte Chilis sind dagegen nicht geeignet.

Zutaten:
getrocknete Chilis, Menge nach Geschmack! Von meinen Bird-Eyes habe ich nur 3g verwendet, sie sind aber auch wirklich sehr scharf.
2 rote Paprikaschoten
ca. 120g Tomatenmark
2 TL Cumin
2 TL Koriandersamen
2 TL Kümmelsamen
2 EL frischer Zitronensaft
Salz nach Geschmack
Olivenöl zum Konservieren

Außerdem 1 großes, sauberes Marmeladenglas und eine Küchenmaschine oder einen Stabmixer.

Zubereitung:
Getrocknete Chilis mit kochendem Wasser für 30 min einweichen. Dann die Kerne (dort ist die richtige Schärfe drin) entfernen und das Einweichwasser aufbewahren.

Ofen auf 200°C vorheizen.

Die Paprikaschoten mit etwas Kokosöl einpinseln und auf ein Backblech mit Backpapier setzen. Für ca. 30 min rösten, bis die Haut blasen wirft und schwarze Stellen bekommt. Aus dem Ofen nehmen und mit kaltem Wasser abschrecken. Wenn die Paprika abgekühlt ist, die Haut abpellen und Stiel und Kerne entfernen.

Paprika in grobe Stücke schneiden und mit den Gewürzen und dem Zitronensaft mixen/pürieren. Nach und nach das Tomatenmark dazu geben. Zwischendurch abschmecken um die für dich angenehmste Mischung aus Gewürzen, Chili und Tomatenmark zu finden. Falls die Paste zu dick ist, kannst du noch etwas von dem Einweichwasser der Chilis dazu geben. Jetzt nur noch ins Marmeladenglas füllen, mit Olivenöl abdecken und ab in den Kühlschrank. Oder auf den Teller!

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